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Hinweise

Rubrik "Hinweise"

Sie finden hier Hinweise auf interessante Medienprodukte, Publikationen und Veranstaltungen im Umfeld unserer Stiftung.

Ergänzung zur Fachtagung "Sinn oder Unsinn der Energiewende"

In einem aktuellen Artikel zieht Dr. Irene Aegerter die Lehren aus Fukushima. Das dortige Reaktorunglück gilt gemeinhin als Kulminationspunkt für den mit der Energiewende propagierten Ausstieg aus der Atomenergie bzw. dem Verbot neuer Kernkraftwerke. Wir haben uns bereits an der erwähnten Fachtagung kritisch mit der Energiestrategie 2050 auseinandergesetzt. Im Artikel wird zudem das Handeln der Verantwortlichen hinter der Strategie beleuchtet. Mit ernüchterndem Fazit! Aber lesen Sie selbst.

Die_Lehren_aus_Fukushima.pdf

Zur Vertiefung des Themas "Reformation des Islam"

Die an der Veranstaltung "Welcher Islam passt zur Schweiz" diskutierten Reformvorschläge von Saïda Keller-Messahli erfahren im aktuellen Buch von Ayaan Hirsi Ali eine Vertiefung. Sie finden unten die Buchbesprechung von Markus Schär, Redaktor Weltwoche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Reformiert Euch! Warum der Islam sich ändern muss" Buchbesprechung von Markus Schär

Ayaan_Hirsi_Ali.pdf

Festschrift zum 70. Geburtstag von Robert Nef

Über 60 Autoren, darunter Vaclav Klaus, Christoph Blocher, Tito Tettamanti, Konrad Hummler, Gerhard Schwarz, Filippo Leutenegger, Roger Köppel und Andrea Caroni haben in die Tasten gegriffen und Beiträge zum Thema Freiheit verfasst – und das zur Ehre und zur Würdigung von Robert Nef, Stiftungsrat der Stiftung Freiheit & Verantwortung sowie ehemaliger Vereinspräsident von "Gesellschaft und Kirche wohin?". Robert Nef habe sich in fast 800 Publikationen als unerschütterlicher Kämpfer für die Idee der Freiheit eingesetzt, heisst es in den Unterlagen zur Festschrift.

 

 

Literaturhinweise zu Werken von Karl Lüönd

Wir möchten Ihnen hier ein Buch von Karl Lüönd vorstellen. "Gelebtes Unternehmertum" (erschienen 2010 im Verlag Neue Zürcher Zeitung) ist exemplarisch für seine Dokumentationen und Festschriften, die er für zahlreiche Firmen in Auftragsarbeit schuf. Sein Motto für solcher Art Schreibarbeit war immer: "Man kann mich mieten, aber nicht kaufen". Und diese Unabhängigkeit gereichte ihm zu jener Reputation, derer man bedarf um z. B. den Zürcher Literaturpreis zu erhalten. "Gelebtes Unternehmertum" ist aber auch ein hervorragender Beitrag, um das Werk und die Bedeutung von Dr. h.c. Walter Reist als Unternehmer und Gründer des Lilienberg Unternehmerforums kennen zu lernen, den wir am Donnerstag, 30. Juni 2011 in einem Festakt auf dem Lilienberg ehren durften. In der Dokumentation über den Festakt schrieb Karl Lüönd einen beachtenswerten Artikel zum Lebenswerk von Dr. h.c. Walter Reist. Mehr darüber unter Ehrungen und Schriftenreihe. Mehr über das Buch "Gelebtes Unternehmertum" erfahren Sie hier!

 

Film / DVD über Franz Muheim

Einen Einblick in den Dokumentarfilm über das Lebenswerk von Franz Muheim, erhalten Sie im Ausschnitt unten (bitte Bild anklicken). Franz Muheim wurde 2007 für sein überragendes Wirken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unseres Landes geehrt. Er verstarb 2009, worauf wir im folgenden Jahr diese Rückschau realisierten. Wenn Sie mehr über den Film erfahren oder die DVD bestellen möchten, besuchen Sie unseren Online-Shop oder melden Sie einfach bei unserer Geschäftsstelle.

Flash ist Pflicht!

Literaturhinweis: Werte schaffen – Gespräche mit Ulrich Bremi

«Nötig und richtig ist eine Positionierung der Schweiz, die heisst: mehr Verantwortung und mehr Freiheiten als heute und als anderswo.» Verantwortung, nicht als Last verstanden, sondern als Kompetenz zur Bewegung, als Aufforderung zum Handeln, und Freiheiten, die der Einzelne zu nutzen vermag, sind zentrale Elemente im Denken und Handeln des Politikers und Unternehmers Ulrich Bremi (weitere Infos zu Ulrich Bremi auf seiner Website). Im ersten Teil des Buches wird Ulrich Bremis Lebensweg beschrieben: vom Mechanikerlehrling bis zum führenden liberalen Politiker und Unternehmer. Im zweiten Teil nimmt Ulrich Bremi im Gespräch mit dem Autor Thomas Häberling Stellung zu gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Grundfragen unserer Zeit (z. B. Ökologie, demographische Entwicklung, Globalisierung, Liberalismus), wie er es auch schon in dem von uns veröffentlichten Gespräch mit Roger de Weck getan hat (vgl. PDF weiter unten Mitgliederbrief Nr. 222 von "Gesellschaft und Kirche wohin?").

 

 

Die Bezugsquelle und weitere Infos finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitgliederbrief_222.pdf

Den Mitgliederbrief "Schweizer Sternstunden. Ulrich Bremi im Gespräch mit Roger de Weck" können Sie hier als PDF downloaden.

Des weiteren erschienen

Die Schrift Nr. 7 "Mit mehr Verantwortung zu mehr Freiheit. Gespräche mit Ulrich Bremi" ist solange Vorrat über unsere Geschäftsstelle verfügbar.  Weitere Informationen zur Schrift und ein PDF zur Einsichtnahme finden Sie online hier.

 

 

General Guisan: Widerstand nach Schweizerart

Markus Somms Buch - erschienen zum 50. Todestag von General Guisan - schafft nicht nur eine umfassende Sicht auf die Person Guisan, sondern bietet dazu auch noch dichtes Lesevergnügen verbunden mit seriös aufgearbeiteten Quellen und Fakten. Das Buch sollte Eingang finden in die Schweizer Stuben von Jung und Alt. Denn "Guisan sagt mehr aus über die Schweiz als sein Leben über ihn selbst" (vgl. Seite 221). Mehr zum Buch und zur Einbettung des Themas in den gegenwärtigen Zeitkontext finden Sie unter Medien. Dazu verweisen wir gerne auch noch auf den Bruder Klaus Gedenktag anlässlich des 70. Jahrestages des "Wunders von Waldenburg". Ein Ereignis, das ebenfalls in diesen Zeitkontext gehört.

 

Zu Markus Somm, Autor des Buches über General Guisan

Gerne stellen wir Ihnen hier Markus Somm vor. Da er kurz nach unserem Interview (vgl. unten) zum neuen Chefredaktor der BAZ berufen wurde, wird es wohl länger als gedacht dauern, bis er bei uns wieder publizieren wird. 

Interview mit Markus Somm zu seinem Buch über General Guisan (August 2010)

FuV: Wo sehen Sie die grössten Differenzen zwischen Ihren Recherche-Ergebnissen bzw. Ihrem Buch über General Guisan und der Bergier-Berichterstattung?

Markus Somm: Wenn man den Bericht der Bergier-Kommission liest, erhält man kaum den Eindruck, dass zwischen 1939 und 1945 unter anderem auch Krieg herrschte. Die ständig wechselnden Bedingungen, denen sich die Entscheidungsträger gegenüber sahen, werden kaum thematisiert, geschweige denn ernst genommen. Wissen wir heute, ob die Finanzkrise vorbei ist oder nicht? Wie sehr prägt diese Ungewissheit unser heutiges Verhalten? Im Zweiten Weltkrieg war es tödlich, in der Beurteilung der unmittelbaren Zukunft richtig oder falsch zu liegen. Das bestimmte die Politiker und Generäle. Ein Beispiel: Dass die Schweiz von Deutschland Gold kaufte, wird zwischen den Zeilen moralisch verurteilt. Nie gefragt wird: Was war das Motiv? Waren das einfach geldgierige, gedankenlose Leute, die business as usual machen wollten – oder hatten sie womöglich einen guten Grund? War es angesichts der unsicheren Zeiten vielleicht nicht rational, so viel Gold wie möglich zu horten – wer wusste, wie lange der Franken noch akzeptiert wurde? In Krisenzeiten Gold zu haben war schon immer klug. Im Interesse des Überlebens, so wogen die Direktoren der SNB womöglich ab, war es das kleinere Übel, nach dem Krieg der Hehlerei bezichtigt zu werden. Das Land musste überleben – alles andere wurde dem untergeordnet.

Durch den ganzen Bergier-Bericht zieht sich eine gewisse, eher unwissenschaftliche Selbstgerechtigkeit. Aburteilen steht im Vordergrund, Erklären war weniger prioritär.

In meinem Buch versuchte ich in dieser Hinsicht zwei Dinge: erstens hat die Bergier-Kommission den militärischen Aspekt auf eine fast groteske Art ausgeblendet, hier war es nötig, die Proportionen wiederherzustellen. Zweitens: Wenn man eine militärhistorische Perspektive einnimmt, dann erhält die Kontingenz der Ereignisse eine viel grössere Bedeutung. Die Entscheidungsträger konnten nie wissen, was ihnen am nächsten Tag drohte. Diese Ungewissheit nehme ich ernst, das unterscheidet mein Buch von den Berichten der Bergier-Kommission.

 

FuV: Das Bild von Bundesrat Pilet-Golaz, das Sie im Buch zeichnen, ist eher negativ gefärbt. Sie stellen ihn als Antipode von Guisan dar, der mit den Nazis sympathisierte. Waren aber nicht gerade beide Pole (Pilet-Golaz und Guisan) zwingend für das geschickte Taktieren gegenüber Hitler. Oder anders rum gefragt: Hätte General Guisan ohne Pilet-Golaz überhaupt diesselben Resultate erzielen können?

Markus Somm: Dieses Doppelspiel den Deutschen gegenüber – Pilet-Golaz charmant, Guisan hart - galt schon damals in Bern als raffiniert. Ich bin skeptisch. In der hohen Ministerialbürokratie in Berlin hatte die Schweiz zwar viele Freunde, doch diese Leute waren nicht sehr einflussreich, wenn es darum ging, Hitler zu bestimmen. Es war ein (verständlicher) Irrtum von Seiten der Schweiz. Pilet-Golaz’s Rücksichten waren nachvollziehbar, aber weniger wirkungsvoll als man annahm. Ein Beispiel: Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Pilet-Golaz sich für die Fliegerzwischenfälle entschuldigte, plante Hitler den Überfall auf die Schweiz. Geschmeidige Worte interessierten diesen Diktator nicht, im Gegenteil, wie die vielen Beispiele vor dem Krieg belegen (Chamberlain, München etc.), stachelte ihn Entgegenkommen eher an: Was im Westen als gute Diplomatie galt, empfand er als Schwäche. Deshalb war er überzeugt, dass Frankreich zu schlagen war. Mit anderen Worten: Umso entgegenkommender Pilet-Golaz war, umso grösser war die Gefahr für die Schweiz, dass Hitler zuschlug.

 

FuV: Was waren für Sie die schönsten und die schwierigsten Momente in der Entstehung des Buches?

Markus Somm: Schwierig war es, mich kurz zu fassen, aber absolut notwendig. Schön war es, die Quellen zu lesen. Beeindruckt hat mich, wie klug, engagiert und in den meisten Fällen mutig die damaligen Entscheidungsträger handelten, wie sie ihre Optionen diskutierten, wie standhaft sie waren. Ebenso begeisterte mich die Haltung der Schweizer Bevölkerung gegenüber den Nazis, wie ich sie in den deutschen Quellen nachlesen konnte. Vor diesem Hintergrund ist es mir umso unverständlicher, wie man die bei aller berechtigten Kritik eindeutige Erfolgsgeschichte der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges in den vergangenen Jahren zu einer Moritat des Versagens hatte umdeuten können.

Zur Aktualität des Themas "General Guisan"

Mit einem Artikel des Historikers Tobias Salander versuchen wir hier, das Buch von Markus Somm über General Guisan und die Situation der Schweiz im 2. Weltkrieg allgemein in den aktuellen Zeitzusammenhang zu stellen. Wir danken der Chefredaktion der Zeitschrift "Zeit-Fragen" für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

 

Lesen Sie den Artikel als PDF-Download untenstehend.

Artikel_von_Tobias_Salander_in_Zeitfragen_Nr_17_vom_26_April_2010.pdf